Regenwassermanagement – Zisterne, Regentonnen, Schwammstadtprinzip
Das Regenwassermanagement ist ein zentrales Projekt im NABU-Ruhrgebietsgarten, geplant und umgesetzt von Daniel, Benjamin und unserem “Team Maulwurf”. Unser Ziel ist es, so wenig Leitungswasser wie möglich zu verbrauchen – im Idealfall nur noch für Tee und Kaffee. Die Bewässerung von Jungpflanzen und Gemüse soll vollständig mit gesammeltem Regenwasser erfolgen.
Das Herzstück ist eine unterirdische Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Litern, die über die Dachrinne der Gartenlaube gespeist wird. Sie ist fertiggestellt und bereits in Betrieb – das erste Regenwasser fließt schon in die Beete. Zusätzlich sind oberirdische Regentonnen mit der Zisterne verbunden und erweitern bei Bedarf die Speicherkapazität.
Das Projekt wird von der Bezirksvertretung Dortmund-Brackel gefördert. Ergänzt wird das Regenwassermanagement durch die weitgehend unversiegelte Gartenfläche: Der Boden bleibt – abgesehen vom Hauptweg – offen und bepflanzt. Die wachsende Humusschicht aus Kompost und Mulch wirkt wie ein natürlicher Schwamm: Sie nimmt Regenwasser auf, speichert es im Boden und gibt es langsam an die Pflanzen ab. Bei Starkregen läuft das Wasser nicht oberflächlich ab, sondern versickert kontrolliert und wird dem Grundwasser zugeführt. Dieses sogenannte Schwammstadt-Prinzip – ursprünglich ein Konzept für die Stadtplanung – lässt sich also auch im kleinen Maßstab eines Kleingartens wirksam umsetzen.